Rosenmontag

Der Rosenmontag gilt insbesondere im Rheinland als Höhepunkt der Faschingszeit, die am Donnerstag mit der Weiberfastnacht beginnt und mit dem Aschermittwoch endet. Im Schwäbisch-alemannischen heißt er Fasnetsmontag, in der Schweiz Güdis-Mäntig. In vielen Städten wird der Rosenmontag mit Umzügen gefeiert, die alljährlich unter einem bestimmten Motto stehen. Verbreitet hat sich diese Tradition von Köln aus, wo es im Jahre 1823 den ersten Karnevalsumzug gab.

Karnevalsumzug zu Rosenmontag

Karnevalsumzug zu Rosenmontag

Tausende von verkleideten Menschen säumen jedes Jahr am Rosenmontag den Straßenrand, wenn sich die Faschingsgarden, Spielmannszüge und Wagen auf ihren Weg machen. „Alaaf“, erschallt dann der Narrenruf in Köln, „Helau“, tönt es in Düsseldorf, Mainz oder Frankfurt, „Ahoi“, heißt es im Norddeutschen.

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich bei den Umzügen am Rosenmontag die Motivwagen, mit denen Politik und Gesellschaft augenzwinkernd aufs Korn genommen werden. Die Kinder interessieren sich vor allem für die Süßigkeiten, die mit vollen Händen von den Wagen herunter in die Menge geworfen werden.

Der Rosenmontag fällt jedes Jahr auf ein anderes Datum, in manchen Jahren kann er sogar noch in den Februar fallen und den Narren frostiges Wetter bescheren. Sein frühest mögliches Datum ist der 2. Februar, sein spätestes der 8. März. Festgelegt ist er auf genau 48 Tage vor dem Ostersonntag, der ein beweglicher Festtag ist. Der Rosenmontag selbst ist vom Gesetz her kein Feiertag, allerdings geben in den Karnevalshochburgen viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitern frei.

Noch zu Napoleons Zeiten waren sämtliche karnevalistischen Umtriebe verboten, doch im Jahre 1823 gründete sich das „Festordnende Comitee“, das alljährlich am Montag nach dem vierten Fastensonntag seine Hauptversammlung abhielt. Da dieser Fastensonntag auch „Rosensonntag“ genannt wurde, nannte man den Montag, an dem die Hauptversammlung stattfand, bald Rosenmontag. Einer anderen Erklärung zufolge könnte die Bezeichnung auf das mitteldeutsche Wort „Rasenmontag“ zurückzuführen sein, was wiederum vom „rasenden“, also tollen Montag abgeleitet sein soll. Der genaue Ursprung des Wortes ist aber nicht geklärt.

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